Was ist eine Zelle?

Eine Zelle ist per Definition ist die kleinste lebende Einheit aller Organismen. Der Begriff Zelle kommt aus dem Lateinischen und bedeutet "kleiner Raum". Vereinfacht kann man sagen: eine Zelle ist ein Baustein eines Organismus. Jede Zelle besteht aus verschiedenen Funktionseinheiten, die sich jedoch voneinander unterscheiden können. Jede Zelle hat eine Zellmembran, also eine Hülle, die sie umgibt. Darin befindet sich das sogenannten Zellplasma (Cytoplasma). Im Zellplasma "schwimmt" bei den allermeisten Zellen ein Zellkern (Nukleus), der die Erbinformation enthält. Diese ist vor allem wichtig, damit sich die Zelle teilen kann. Mit Hilfe der Erbinformation kann die Zelle:

Aufbau einer (tierischen) Zelle

Die folgende Grafik zeigt den Aufbau einer Zelle:

Aufbau einer Zelle
Aufbau einer Zelle (tierische Zelle) - Copyright: CC-BY-SA

Die weiteren Zell-Bestandteile sind abhängig von der konkreten Aufgabe, die die Zelle im Organismus hat. So gibt es zum Beispiel Hautzellen, Muskelzellen, Nervenzellen, Blutzellen und vieles mehr. All diese verschiedenen Zellen sind im Prinzip gleich aufgebaut - mit Zellmembran und dem Zytoplasma und Zellkern im Inneren. Weitere wichtige Zell-Organellen (Bestandteile) sind:

Man unterscheidet Einzeller und Mehr- bzw. Vielzeller.

Einzeller

Einzeller sind kleinste Lebewesen, die, wie der Name sagt, aus nur einer Zelle bestehen. Zu den bekannten Einzellern gehören das Pantoffeltierchen (Parametium), Amöben oder Geißeltierchen (Euglena). Die ersten Einzeller wurden 1674 von Antoni van Leeuwenhoek mit seinem neu entwickelten Lichtmikroskop entdeckt.

Aufbau Bakterienzelle - Vergleich Virus
Aufbau Bakterienzelle - Vergleich Virus - Copyright: CC-BY-SA

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Mehrzeller

Als Mehrzeller bezeichnet man einfache Lebewesen, die nur aus relativ wenigen Zellen bestehen. Dazu gehören zum Beispiel bestimmte Polypen. Bestimmte Zellen haben dabei jeweils eine bestimmte Funktion.

Vielzeller

Die meisten uns bekannten Lebenwesen sind Vielzeller. Zellen, die jeweils die gleiche Funktion haben, und zu größeren Zellverbänden zusammengeschlossen sind, nennt man Gewebe. Mehrere Gewebe, die wiederum funktional zusammenhängen, nennt man Organe. Die Gesamtheit aller Organe bzw. aller Zellen nennt man Organismus.

Die Anzahl der Zellen des menschlichen Körpers ist nahezu unvorstellbar groß. Alleine von den roten Blutkörperchen werden zum Beispiel pro Tag 200 Milliarden neue Zellen gebildet (im Knochenmark, dem Ort der Blutbildung). Siehe dazu: Hämatopoese: Entstehung der Blutzellen aus einer Stammzelle ).

Bildung der Blutzellen (Hämatopoese)
Bildung der Blutzellen (Hämatopoese)