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Vor 13 Jahren wurde Prospero, der Herzog von Mailand von seinem eigenen Bruder und mit Hilfe von Alonso, dem König von Neapel vom Thron gestoßen und zusammen mit seiner kleinen Tochter Miranda auf dem Meer ausgesetzt. Seitdem lebt er auf einer einsamen Insel mitten im Meer und hat mit Hilfe geheimer Bücher Zauberkünste erlernt. Er hat den Eingeborenen Caliban unterworfen und hält ihn als Arbeitssklaven und sich den Luftgeist Ariel dienstbar gemacht. 
Mit seiner Magie kann sich Prospero endlich an seinen alten Widersachern rächen: er entfacht einen Sturm auf dem Meer und lässt das Schiff, auf dem König Alonso, sein Sohn Ferdinand und sein Bruder, jetzt Herzog Antonio von Mailand samt Gefolge segeln, Schiffbruch erleiden. Die Verunglückten werden auf Prosperos einsamer Verbannungsinsel an Land gespült, wo er mit seiner mittlerweile sechszehnjährigen Tochter Miranda haust.?Prospero arrangiert es nun, dass sich Ferdinand und Miranda ineinander verlieben, während König Alonso über den vermeintlichen Tod Ferdinands untröstlich ist. Antonio wiederum heckt einen Plan aus, Alonso zu ermorden und seinen Thron zu rauben, was Prospero aber zu vereiteln weiß. . Am Ende vergibt Prospero vergibt seinen Widersachern, lässt den Luftgeist Ariel frei und gewährt Ferdinand die Hand seiner Tochter Miranda. Als Zauberer konnte er die Menschen mit seiner Kunst nur manipulieren, nicht verändern. Verändern kann er nur sich selbst und mit der Welt Frieden schließen.

Der Sturm

Durchs Shakespeares Alterswerk wehen utopische Traumbilder einer idealen Gesellschaft und ein Hauch von melancholischem Abschiedsschmerz. Kontrapunktisch gibt es auch wieder Elemente deftiger Rüpelkomik und dunkle Charaktere voller Durchtriebenheit und niederer Absichten. In diesem Drama offenbart sich Shakespeares ganze Fantasie und tiefe Kenntnis aller Spielarten der menschlichen Seele.

Trailer


Pressestimmen

Unterhaltsamer Sturm
Bremer Shakespeare Company führt selbst inszenierte Fassung der Romanze auf
In William Shakespeares Schlussstück „Der Sturm“ wird munter drauflos gezaubert. So kann Prospero dem treulosen Antonio, der seinen Bruder in den Tod schicken wollte, vergeben. Schließlich hat er ihn vorher selbst die Qualen eines Schiffbruchs erleiden lassen. Lee Beagley läst die Reisenden äußerst komisch absaufen. Auch sonst kehrt er in seiner von ihm selbst inszenierten Fassung für die Bremer Shakespeare Company konsequent den Unterhaltungswert der Romanze heraus.

Am Ende zaubert auch das Publikum. Erik Roßbanders Prospero tritt als ein Universalgelehrter und Tüftler auf, der sich gegen irdische Mächte überirdischer Kräfte zu bedienen weiß. Seine bewegliche Zauber-Zelle (Ausstattung: Heike Neugebauer) ist ein Inselchen auf der Insel, der Aufbau gibt auch die Brigg her, mit der Antonio, König Alonso von Neapel, dessen Sohn Ferdinand sowie Rat Gonzalo an dem wundersamen Eiland stranden. Peter Lüchinger, Markus Seuß, Tim D. Lee und Michael Meyer schwimmen, tauchen, schnappen als dieses Quartett recht ulkig nach Luft im Sturm, den Luftgeist Ariel (Petra Janina Schultz in weißer Fliegermontur) auf Prosperos Geheiß toben lässt. Man sieht das Wasser förmlich, und doch ist nichts nass. Das geht bei Caliban, Trinculo und Stephano (Meyer, Lee, Seuß) ganz anders ab. Bei ihrem Verschwörungsversucheinstimmungsbesäufnis fließt und spritzt (und riecht) das Dosenbier nur so. Und der weniger des Aussehens als des Benehmens wegen unangenehme Hexensohn Caliban erfindet spontan den viel später bekannt gewordenen Begriff „Bunga Bunga“, die Szene ist schließlich irgendwo im italienischen Mittelmeer. Bei der zwischen Ferdinand und Prosperos Tochter Miranda (Theresa Rose) entbrannten Liebe halten sich Ernst und Heiterkeit die Waage. Wenn er ihr versichert, er wolle „Euer Diener“ sein, interpretiert sie fast schon überemanzipiert: „also mein Mann.“
Und als Prospero die rechtmäßigen Verhältnisse wieder hergestellt und sein Zauberbuch versenkt hat, braucht er Licht, um seinen Epilog nun vom Zettel zu lesen, benötigt den Applaus des Publikums als günstigen Wind, um endlich „der öden Insel“ zu entfliehen. Bekommt er.

Gütersloher Kultur, 5. Februar 2014, Von Rolf Birkholz


Ganz anders als in den vergangenen 16 Jahren, wo Stücke aus dem Repertoire gespielt wurden, gibt es beim diesjährigen Theatersommer der Bremer Shakespeare Company eine Premiere: Der Sturm. Eine Trilogie findet ihren Abschluss, wieder an einem besonderen Ort. Nach „Caliban“ im Concordia und „Shakespeare Pleasure Island“ in der „Umgedrehten Kommode“ fegt „Der Sturm“ im Bremer Bürgerpark.
Lee Beaglys dritte Bearbeitung zu Shakespeares letztem Drama ist ein Sommerspektakel der besonderen Art. Lässt man sich auf Magier, Götter und Geister ein, dann wird das Leben noch unberechenbarer als es ohnehin schon ist. Und so ist der Wettergott auch in diesem Sommer ein unsicherer Faktor beim Theatersommer. Je näher am Premierenabend der Vorstellungsbeginn rückt, umso dicker und dunkler ziehen die Wolken auf. Doch die Stimmung im Publikum bleibt gelassen - sind doch die meisten mit Regenbekleidung ausgestattet und versorgt mit Getränken und Speisen aus den bereitstehenden Buden auf der „Spielwiese“ am Melchersbrunnen. Kaum beginnt die Vorstellung, da wird der Wind stürmisch und da fallen auch schon die ersten Tropfen. Nun, das passt  schließlich zum Stück, in dem ein von dem verstoßenen Herzog Prospero entfachter Sturm das Schiff aus seiner früheren Heimat versenkt und die Besatzung an den Strand einer einsamen Insel spült. Hier in der Verbannung hat sich Prospero nach Jahren zu einem Zauberer gewandelt und bekommt nun endlich die Chance, sich mit Hilfe der Magie an seinen alten Feinden zu rächen.
Behilflich ist ihm dabei vor allem sein guter Luftgeist „Ariel“, der irgendwie überall auf- und wieder abtaucht. Ariel ist ein Highlight der Inszenierung und wird durch gleich drei Personen wunderbar verkörpert: die Schauspielerinnen Svea M. Auerbach, Petra-Janina Schultz und die Musikerin Hannah Beagly, die mit ihrem Gesang (Musik: Andy Frizell) dem Abend einen besonderen Zauber verleiht. Dazu weiß Regisseur Lee Beagly den Open-Air-Charme von Naturkulisse, Regenjackengeknister, Vogelgezwitscher und Flugzeuggebrumme gut zu nutzen.
Man hört Geräusche aus dem Gebüsch oder Gegröle hinterm Teich, wo ab und zu erstaunte Jogger ins Geschehen blicken. Da weiß man manchmal gar nicht, was inszeniert oder „Alltag“ ist. Da es sich aber schließlich „im wirklichen Leben“  ungemütlich einregnet und heftig abkühlt, wird das Spiel für das Ensemble nicht einfacher. Im Publikum macht sich zunehmend Unruhe breit, womit es (neben den üblichen Ablenkungen innerhalb der Naturkulisse) immer schwieriger wird dauerhaft eine Aufführungsdichte zu erhalten. ?Da hilft zunächst noch Klamauk, Slapstick oder eine Trommelsession des Dreiergespanns Caliban (Michael Meyer), Trinculo und Stephano (Tim D. Lee und Markus Seuß), doch geht dies auf Kosten der übrigen Figuren, die oft ungenau und schwach scheinen. Gerade Prospero (Erik Roßbander) bleibt zu sehr im Hintergrund, obwohl es gerade seine Beweggründe, Konflikte, Gedanken zu Hass, Enttäuschung, Rache, Gnade und Versöhnung sind, die den „Sturm“ so interessant machen. Ähnlich blass seine Tochter Miranda (Janina Zamani); im Kleinmädchenkleid steckt sie allein fest im kindlich-clownesken Spiel. So bleibt auch der Inhalt des altersweisen Stücks, das einem im Original tiefe Einblicke in die wechselhafte Wahrheit der menschlichen Natur vermittelt, nur oberflächlich. Dem grenzenlosen Ideenreichtum des Autors jedoch haben Beagly und Ensemble witzige und poetische Bilder hinzugefügt. Und so ist dieser Abend bei schönem Wetter sicherlich ein unterhaltsames Spektakel in einer schönen Naturkulisse.

Diabolo, Oldenburg, 7.-13. Juli 2011. Von Martina Burandt


Spektakel mit Naturkulisse
Lee Beagley inszeniert Shakespeares „Der Sturm“ im Bremer Bürgerpark

Wie weitsichtig William Shakespeare in seinem letzten großen Stück „Der Sturm“ (1613) gewesen ist, mag er selber nicht realisiert haben. „Das Wetter ist ein Fluch für alle, Herr“, stößt Gonzalo (Michael Meyer) nach dem Schiffbruch vor Prosperos Insel aus. Damit trifft er den klimatischen Kern des Abends.
Steter Wind und dauerhaftes Wasser verlangen Ensemble und Publikum einiges ab. Drei Stunden lang wird den Naturgewalten getrotzt, bevor ein kleines Schiff auf den Emmasee im Bremer Bürgerpark ablegt und Prospero (Erik Roßbander) zur finalen Erkenntnis gelangt: „Vergebung, lasst durch mich Eure Nachsicht walten.“
Dazwischen liegen nicht nur aufgrund des Wetters drei durchwachsene Stunden. Für die bremer shakespeare company und Lee Beagley schließt sich ein Kreis. „Caliban“, „Shakespeare’s Pleasure Island“ und nun „Der Sturm“ – drei Stücke, drei Blickwinkel, eine Geschichte in einer Spielzeit. Das Werk beinhaltet die gesamte geballte Bandbreite Shakespeares: Liebe, Macht, Rache und Intrige, Verrat und Moral. Hervorzuheben ist abermals die große Spielfreude – nicht zuletzt auch ob der widrigen Umstände – des Ensembles. Lee Beagley erzählt die Geschichte des verbitterten Herzogs, der sich mit Hilfe der Magie an seinen Feinden rächen will, einen Sturm entfacht, ihr Schiff versenken und sie an seine Insel spülen lässt, über weite Strecken als kurzweiliges Stück. Doch immer wieder droht die Gefahr des Abdriftens in den Klamauk. Dabei setzt der Regisseur durchaus geschickte Spitzen gegen die Oberflächlichkeit der Gesellschaft, etwa, wenn die Gestrandeten lässig wie Models über den Bühnensteg spazieren und posieren.
Schaurig erschreckend ist sein furchterregendes Zwitterwesen Caliban (Michael Meyer), das als niedere Kreatur durchaus Anhänglichkeit und Abhängigkeit (von Dosenbier) zeigen darf, dann aber doch nur neue Herrscher sucht und unterwürfig ist. Währendessen versuchen sich der tot geglaubte Prinz Ferdinand (Tim D. Lee) und Properos Tochter Miranda (Janina Zamani) näher zu kommen. „It must be love“ haucht dazu jazzig Luftgeist Ariel (Hannah Beagley) – einer der stärksten Momente des Stückes und das nicht nur wegen der romantischen Parkkulisse. Hier wirkt der Abend authentisch, die Zerrissenheit zwischen Sehnsucht und Keuschheit spielerisch leicht und der Witz an der rechten Stelle. Über all dem wacht der rachegetriebene Prospero auf seinen wundersamen Forscherturm (Ausstattung: Heike Neugebauer). Erik Roßbander glänzt als Fadenzieher Prospero in seinem eigenen seltsamen Spiel um Recht und Unrecht. Ein armer Irrer auf Irrwegen? Mitnichten. Es braucht nur etwas, bis er die Unsinnigkeit seiner Rache begreift und die Situation nimmt als die, die sie ist. Er zieht einen Schlussstrich, lässt Mordsgelüste an Bruder Antonio (Peter Lüchinger) und König Alonso (Markus Seuß) in Vergebung münden. Gemeinsam bricht man auf in eine neue bessere Welt.

Kreiszeitung, 2. Juli 2011. Von Corinna Laubach


Ein Sturm fegt durch den Saal
Fantasievoll, lebendig, frech: Shakespeare Company erhält viel Applaus für Aufführung

Mit dem vergeben ist es so eine Sache. Leicht fällt es nicht. Vor allem nicht Prospero, der mit seiner Tochter nach einem Verrat auf einer einsamen Insel hockt. Dort dürstet er nach Rache. Als sich die Gelegenheit ergibt, beschwört er einen Sturm herauf, der ihm seine Feinde direkt vor die Füße spült. Es kommt dazu, dass aus Hass Liebe, aus Dummheit Gewalt, aus Neugier Starrsinn aus Treue Aufbegehren wird. Wie, das zeigte die bremer shakespeare company am Sonntag im Zevener Rathaus. William Shakespeares Altwerk „Der Sturm“ steckt voller Leidenschaft, Liebe, Romantik, Verwerfungen, Hass und Intrigen. Wer die Werke des englischen Autors gemeinhin als “schwere Kost“ bezeichnet, der wurde am Sonntagabend eines besseren belehrt. Die stürmische Neuinszenierung von „Der Sturm“ beschränkt sich dabei auf Weniges, überraschte die Theateranhänger dabei aber mit modernen, frechen, immer wieder kreativ angehauchten Elementen. Der englische Regisseur Lee Beagley hat das Stück inszeniert und den Text überwiegend in klassischer O-Ton-Übersetzung belassen, dafür aber lockere, und nicht selten auch recht derbe Witze modern auf Neudeutsch hinzugedichtet.
Die Bremer Truppe zeigte im Rathaussaal einen Shakespeare, wie ihn das Publikum liebt: fantasievoll, lebendig, witzig und ein bisschen frech mit einem Hang zum Vulgären. Die Aufführung brillierte vor allem durch die ausdrucksstarken, komödiantisch anmutenden Zwischenspiele, die zum Teil originellen Kostüme, die verbalen Scharmützel auf gewohnt höchstem Niveau und ein – wie immer – virtuoses Zusammenspiel der Darsteller, die das Publikum in ihren Bann zogen.
Worum geht es? Prospero (Erik Roßbander) und seine Tochter Miranda (Theresa Rose) sind zwölf Jahre auf einer Insel gestrandet. Nun segelt zufällig ein Schiff mit Prosperos Feinden vorbei. Dieser beschwört seinen Sklaven-Geist Ariel (Petra-Janina Schultz) mit einem Sturm das Schiff zu entern, damit er an den Gestrandeten Rache üben kann. Hier greift die Shakespeare Company bewusst minimalistisch zu einer einfachen Stange mit daran befestigten Seilen, die den Mast des sinkenden Schiffes symbolisiert. Tatsächlich meint man, den Schiffbrüchigen stünde das Wasser wirklich bis zum Hals – eine tolle schauspielerische Leistung.
„Monster“ sorgt für Schauer
Selbstverständlich wäre die Geschichte ohne Intrigen und eine Liebesgeschichte kaum vorstellbar – und so verliebt sich Prosperos Tochter Miranda in einen der Gestrandeten. Für einen Schauer sorgt dabei Caliban (Michael Meyer), auch das „Monster“, der als Sklave Prospero dienen muss. Doch auch der Humor kommt nicht zu kurz. Stefano (Markus Seuß) und Trinculo (Tim D. Lee), zwei leicht dümmliche Freunde, beleben die Inszenierung durch ihre im wahrsten Sinne des Wortes spritzigen Bier-Orgien, frechen Slapstick-Einlagen und rotzig-derben Sprüche.
Ihre humorige, frivole Spielart steckt das Publikum an und bringt es nach einem ersten erstaunten Japsen über die manchmal fast schon obszönen Scherze doch immer wieder zum Kichern. Sie unterbrechen die vielen Irrungen und Wirrungen, die diversen Intrigen, Mordversuche und Verwicklungen, an dessen Ende die Läuterung des rachsüchtigen Prosperos ansteht – und die glückliche Erfüllung zweier Liebenden. Als Prospero mit den Worten „Und verzieh ich dem Bösewicht, lasst ihr mich doch sicher nicht auf der öden Insel hier fortan sitzen nun durch euren Bann. Helft mit euren guten Händen, mich befrein aus diesen Wänden“ um Vergebung bat und „Wie ihr auch hofft, dass euch vergeben sei, lasst mich durch eure Nachsicht frei“, reagiert das Publikum mit einem frenetischen, kaum enden wollenden Applaus für eine ungewöhnliche und exzentrische Aufführung.

Zevener Zeitung, 19. November 2013. Von Frauke Hellwig

„Aus ganz wenig viel gemacht“
In „Der Sturm“ bricht ein Unwetter aus Drama, Tragödie, Komödie und Liebesdrama über das Publikum ein. Die Kritiken fallen dennoch überwiegend positiv aus. „Äußerst interessant. Es ist doch enorm, mit welchen tollen Ideen die Schauspieler kommen. Allein wie sie das sinkende Schiff dargestellt haben, mit ganz einfachen Mitteln und doch überzeugend. Einfach bombig“, zeigt sich beispielsweise Gunda Beckedorf begeistert.
„Einfach klasse“, sagen auch Inge und Klaus Lefévre. Es sei mutig, Dinge ganz offen zu spielen, die manche Menschen gern tun würden, meinen sie in Anspielung auf einige Szenen, die eindeutig-zweideutiger Natur waren. „So manche Stellen erinnern an Zechgelage unter Männern“ sagt Klaus Lefévre augenzwinkernd. Aber es sei großartig, dass William Shakespeares Werke nach mehr als 400 Jahren immer noch aufgeführt würden. Besonders Lob gab es zudem für die minimalistische Kulisse. „Es ist einfach toll, dass sie aus ganz wenig unglaublich viel machen können. Sie setzen Dinge immer wieder mit wirklich überraschenden Ideen um“, betont Simone Michaelsen. Auch ihr Mann Volker ist begeistert, vor allem von der schauspielerischen Leistung. „Es ist toll, mal gute Schauspieler sehen zu können. Eine tolle Leistung, auch wenn das Stück selbst nicht so mein Ding ist.“
Starke Gegensätze
Das sehen einige andere Zuschauer so, die sich ein wenig schwer mit der Inszenierung tun. „Die Gegensätze sind mir zu stark. Ich hatte mir doch etwas anderes vorgestellt. Das ist nicht mein Stück, aber die Leistung der Schauspieler ist einfach sensationell“, sagt eine Besucherin aus Rotenburg. Andere wiederum sind bezaubert. „Die Shakespeare Company ist ein Garant für gutes Theater. Die Schauspieler sind grandios, sie leben das Theater, das merkt man“, bemerkt Beate Mwazola. „Die Darsteller geben alles, sie sind sehr authentisch und holen für das bisschen Kulisse das Beste raus. Ein bleibendes Erlebnis. Toll, dass ich das erleben durfte“, bemerkt Roswitha Schneider zufrieden. „Schön, dass so etwas in Zeven gespielt wird, wo man zu Fuß hingehen kann“, fügt ihre Tochter Heike Schneider hinzu. Am Ende gibt´s für die Schauspieler viele Lobesbekundungen seitens, die Zuschauer bedanken sich für einen Theaterabend mit Worten wie „Macht weiter so“ oder „Bravo – schönen Dank“.

Zevener Zeitung, 19. November 2013. Von Frauke Hellwig

Der Sturm (2011)