Narzisse, gelbe

Die „gelbe Narzisse“ (Narcissus pseudonarcissus) wird aufgrund ihrer Blütezeit zu Ostern als Osterglocke bezeichnet. Sie ist in Gärten und Beeten eine beliebte Frühblüherin. Aber auch unter den Floristen ist sie sehr gern gesehen.

Anmerkung: Bei den Bildern handelt es sich um Kulturformen der Narzisse / Osterglocke.

Vorkommen und Verbreitung: Die gelbe Narzisse (Osterglocke) wächst natürlicherweise auf kalkarmen Bergwiesen in Westeuropa, östlich bis zur Eifel, im Hundsrück, in den Vogesen sowie im Bodenseegebiet. An manchen Orten kommt sie zudem als verwilderte Zierpflanze vor. Die Zucht- und Gartenformen gehören zu den unzähligen Unterarten. Die echte gelbe Narzisse ist in ihren Beständen sehr selten geworden.

Pflanzenbeschreibung

Wuchsform: Bei der Pflanze handelt es sich um eine mehrjährige Staude. Sie bildet eine unterirdische Knolle, aus welcher sich bereits im zeitigen Frühling die Blatter und Blüten entwickeln. Sie kann dabei eine Wuchshöhe zwischen 15 bis 40 cm (manche Kultursorten können auch höher werden).

Stängel: Die Stängel stehen aufrecht und haben eine dunkelgrüne Färbung. Die Oberfläche der Stängel ist gerillt und an den Rändern leicht eckig aufgebaut. Am Ende der Stängel bilden sich die leuchtend gelben (seltener auch weißen) Blüten.

Blätter: Die Blätter sind linear-lanzettlich aufgebaut. Pro Pflanze bilden sich vier bis sechs Laubblätter. Die Blätter haben eine blau-grüne Färbung und sind am Ende abgestumpft. Sie können bis zu 30 cm lang werden.

Blüten: Die leuchten gelben Blüten sind sehr auffällig. Pro Stängel bildet sich nur eine Blüte. In seltenen Fällen können sich auch zwei Blüten ausbilden. Die sechs Blütenblätter sind zu einer Röhre verwachsen. Die Enden der Blütenblätter sind je nach Sorte / Unterart rundlich bis spitz aufgebaut. In der Mitte bildet sich eine Nebenkrone. Diese besitzt einen krausen, leicht gelappten Rand. In dieser Nebenkrone bilden sich auch die Staubblätter und die Blütennarbe. Die Blütezeit reicht von März bis in den Mai.

Unterscheidung zu Kultursorten

Unterscheidung zu den Kultursorten: Bei den Kultursorten sind die äußeren Blütenblätter kürzer als das trichterförmige innere Blütenblatt. Die Kultursorten können zudem auch verschiedene Farben annehmen. So können die Nebenkronen auch weiß oder orange aussehen.

Giftigkeit der Pflanze

Giftigkeit der Pflanze: Narzissen enthalten unter anderem das Alkaloid Lycorin, das für Menschen und Tiere giftig ist. Sie enthalten zudem noch andere Giftstoffe wie Haemanthamin, Kalziumoxalate. Die Pflanze ist somit nicht für die menschliche Ernährung geeignet. Vor allem in der Zwiebel findet sich die größte Konzentration der Giftstoffe. Der Pflanzensaft kann zu Hautreizungen führen, daher sollten beim Umgang mit der Pflanze auf jeden Fall Handschuhe getragen werden. Weidevieh meidet die Pflanze.

Namensherkunft

Namensherkunft: Sie wird im Volksmund auch als „Osterglocke“ bezeichnet, da ihre Hauptblütezeit zu Ostern ist.

Gefährdung der Pflanze

Die Pflanze hat den Gefärdungsgrad 3 und steht somit als <<Gefährdet>> auf der Roten Liste! Auf keinen Fall sollten wilde Bestände abgepflückt oder ausgegraben werden! Sie steht bereits unter strengem Naturschutz und ist durch die Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV) geschützt!

Verbreitungs-Code: A, AV, M1, M2, F, K

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