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Bundesfamilienministerin: Schwesig fordert Adoptionsrecht für Homosexuelle

Bundesfamilienministerin: Schwesig fordert Adoptionsrecht für Homosexuelle

Bundesfamilienministerin: Schwesig fordert Adoptionsrecht für Homosexuelle

Mutter Kind
Mutter Kind
Mutter mit Sohn bei einer Homosexuellen-Parade im US-Bundesstaat New Mexico Foto: picture alliance/ZUMA Press
Bundesfamilienministerin
 

Schwesig fordert Adoptionsrecht für Homosexuelle

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) hat sich für ein Adoptionsrecht für homosexuelle Paare ausgesprochen. Adoptivkinder hätten das Recht, bei liebevollen homosexuellen Eltern aufzuwachsen.
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KÖLN. Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) hat sich für ein Adoptionsrecht für homosexuelle Paare ausgesprochen. „Man muß den Blick auf die Kinder lenken: Beim Adoptionsrecht geht es um das Wohl des Kindes. Warum sollte man Adoptivkindern das Recht nehmen, bei einem liebevollen homosexuellen Paar aufzuwachsen“, fragte Schwesig im Interview mit dem Kölner Stadt-Anzeiger. Schließlich wüchsen bereits etwa 7.000 Kinder in Deutschland bei homosexuellen Eltern auf.

Sie glaube zudem, daß die Bevölkerung in Deutschland in dieser Frage „viel weiter“ sei. Sie jedenfalls sei „eindeutig für die Ehe auch für gleichgeschlechtliche Paare“.

Vergleich mit Polygamie „absolut inakzeptabel“

Scharfe Kritik äußerte Schwesig dagegen an der saarländischen Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU), weil diese den Wunsch homosexueller Paare nach Ehe und Familie mit Inzest oder Polygamie in Verbindung gebracht habe. Dies sei „absolut inakzeptabel“.

Kramp-Karrenbauer hatte Anfang Juni gewarnt: „Wenn wir diese Definition öffnen in eine auf Dauer angelegte Verantwortungspartnerschaft zweier erwachsener Menschen, sind andere Forderungen nicht auszuschließen: etwa eine Heirat unter engen Verwandten oder von mehr als zwei Menschen.“

Für ihre Äußerung hatte die CDU-Politikerin teils harsche Kritik einstecken müssen. Eine Berliner Anwältin kündigte zudem an, Anzeige gegen Kramp-Karrenbauer wegen Volksverhetzung stellen zu wollen. (krk)

Mutter mit Sohn bei einer Homosexuellen-Parade im US-Bundesstaat New Mexico Foto: picture alliance/ZUMA Press
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