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Kunstflugwettbewerbe und Flugshows sind sehr populär. Hier sind einige überraschende Fakten über verrückte, spannende und sogar lebensrettende Flugmanöver.

Kunstflug: Die extremsten Piloten der Welt und ihre Flugmanöver

Kunstflugwettbewerbe und Flugshows sind sehr populär. Hier sind einige überraschende Fakten über verrückte, spannende und sogar lebensrettende Flugmanöver.

Die Manöver: Kunstflug verschiebt die Grenzen

Nahaufnahme des ehemaligen Red Bull Air Race Weltmeisters Hannes Arch
Nahaufnahme des ehemaligen Red Bull Air Race Weltmeisters Hannes Arch

Wenn es mit Skiern klappt, geht es auch mit einem Flugzeug – das bewies der frühere Red Bull Air Race Weltmeister Hannes Arch, als er im Slalom durch einen Windpark in den steirischen Alpen flog. Hierfür musste er sein Flugzeug bei einer Geschwindigkeit von fast 320 km/h kontrollieren – auf- und abwärts, sich drehend und wendend zwischen 70 Meter hohen rotierenden Windrädern – und dabei auch noch mit dem Wetter zurechtkommen, das 1.800 Meter über dem Meer herrscht.

In weiteren wagemutigen Stunts für Red Bull flogen Paul Bonhomme und sein Wingman Steve Jones ihre Xtreme Air XA41 Flugzeuge durch einen Hangar auf dem Llanbedr Airfield in Nord-Wales und flogen dabei mit 300 km/h nur etwa einen Meter über dem Boden. Und das Team der Red Bull Air Force deckte in einer durchgängigen Sequenz gleich acht verschiedene Disziplinen der Luftfahrt ab. Beteiligt waren unter anderem Hochgeschwindigkeitsfallschirmspringer, Wingsuit-Flieger, Base-Jumper sowie der Kunstflugpilot Kirby Chambliss.

Das Fluggerät: Leistungsfähig und spezialisiert

Im Kunstflug gibt es zwei Typen von Fluggeräten: spezielle Kunstflugzeuge sowie normale Flugzeuge, die auch kunstflugtauglich sind. Spezielle Kunstflugzeuge wie die Pitts Special und die Sukhoi Su-29 sind für den Kunstflug modifiziert, während Flugzeuge wie die Cessna 152 Aerobat oder die R2160 Acrobin auch regulär genutzt werden können. Sie werden also sowohl in der Kunstfliegerei eingesetzt, können aber auch Passagiere und Gepäck transportieren.

Düsenflugzeuge werden beim Kunstflug vor allem bei Formationsflügen eingesetzt, denn sie können sich anders als Propellermaschinen die Kreiselkräfte nicht zunutze machen. Da sie deutlich schneller sind, würden zudem die Höhe der Flugfiguren und die Zeit, die ein Pilot den G-Kräften standhalten muss, erhöht.

Eines der beliebtesten Modelle im Kunstflug ist die Extra 330SC, die von vielen Stars der Szene bevorzugt wird, darunter auch von der „First Lady des Kunstflugs“, Patty Wagstaff. Sie hat unter anderem dreimal die nationalen Meisterschaften der USA gewonnen und viele Preise errungen, beispielsweise die Charlie-Hillard-Trophäe für den amerikanischen Piloten mit der besten Punktzahl bei den World Aerobatic Championships 1996. Ebenfalls sehr beliebt sind die Modelle Sukhoi Su-26-M und Sukhoi Su-31-M, XtremeAir Sbach 300, Mudry CAP 332, Extra EA-300SR und MX Aircraft MXS.

Die Piloten: Ein bunter Haufen

Die russische Kunstflugpilotin Svetlana Kapanina beim Flug in ihrem weißen Kunstflugzeug
Die russische Kunstflugpilotin Svetlana Kapanina beim Flug in ihrem weißen Kunstflugzeug

Ein Blick auf die besten Kunstflieger der Welt zeigt eine vielfältige Mischung von Menschen mit unterschiedlichem Hintergrund, die alle die Liebe zur Luftfahrt eint:

  • Der Italiener Mirko Flaim ist einer von nur fünf Piloten auf der Welt, der über eine Kunstfluglizenz für Helikopter verfügt. Seine Liebe für die Fliegerei wurde geweckt, als sein Patenonkel ihm einen Helikopterrundflug schenkte.
  • Cecilia Aragon hält den Rekord für die kürzeste Zeit zwischen dem ersten Soloflug in einem Flugzeug und der Mitgliedschaft im US-Kunstflugteam, sie schaffte die Meisterleistung in weniger als sechs Jahren. Die Informatikerin und Uni-Professorin gewann Bronze bei den nationalen Meisterschaften der USA 1993 sowie den Weltmeisterschaften 1994 und hat seitdem mehr als 70 Trophäen bei regionalen Wettbewerben errungen.
  • Der Brite Paul Bonhomme ist sowohl Eigentümer als auch Pilot des Team Bonhomme sowie Red Bull Air Race Weltmeister 2015. Er ist Pilot bei einer kommerziellen Fluggesellschaft und entstammt einer flugverrückten Familie: Sein Vater war Pilot bei einer Fluggesellschaft, seine Mutter Stewardess und sein Bruder ist Berufspilot.
  • Die russische Kunstfliegerin Svetlana Kapanina ging zunächst auf eine Medizinhochschule und machte einen Abschluss in Pharmazie. Mit nur 22 Jahren war sie schon selbst Fluglehrerin beim Irkutsker Ableger der ehemaligen sowjetischen paramilitärischen Sportorganisation DOSAAF und wurde Mitglied der russischen Kunstflug-Nationalmannschaft.

Airshows: Die größten und besten Extremflüge der Welt

Es gibt eine ganze Reihe von Flugschauen auf der ganzen Welt. Einige der beliebtesten sind:

  • Die EAA AirVenture Oshkosh in Wisconsin ist die weltgrößte Flugschau ihrer Art. Mehr als 10.000 Maschinen und Piloten nehmen teil, ebenso wie 500.000 Zuschauer pro Jahr.
  • Jedes Jahr am dritten Wochenende im Juli findet auf dem Stützpunkt Fairford der Royal Air Force in England das Royal International Air Tattoo statt. Es ist die größte militärische Flugschau der Welt, unterstützt die wohltätige Stiftung der Royal Air Force und zieht 150.000 Besucher an.
  • Die größte Flugshow Kanadas, die Abbotsford Airshow, unterhält mehr als 125.000 Zuschauer mit Vorführungen der Canadian Snowbirds, der SkyHawks Fallschirmspringer, Thunderbirds und Blue Angels.
  • Das Bournemouth Air Festival in Großbritannien ist eine der beliebtesten jährlichen kostenfreien Flugschauen Europas. Vier spaßige Tage am Strand werden mit wagemutigen Flugkunststücken verbunden.
  • Die Paris Air Show ist die größte Luftfahrtmesse der Welt. Einige der 150 ausgestellten Flugzeuge heben zur Freude der Besucher jeden Nachmittag ab und präsentieren über der Stadt spektakuläre Flugdemonstrationen.

Die Zukunft des Extremflugs: Akrobatik und Rennen mit Drohnen

Eine der spannendsten neuen Sportarten sind Drohnenrennen. Der Red Bull Event DR.ONE fand im September 2017 erstmals statt und bot unfassbare Geschwindigkeiten, Beispiele unglaublichen Könnens und den Geist von Innovation für die Luftfahrt. Der Event in Österreich stellte die Navigationsfähigkeiten einiger der besten Piloten der Welt auf einer schnellen, technisch anspruchsvollen Strecke auf die Probe, nur Gewicht und Größe waren Grenzen gesetzt.

Tatsächlich gibt es im Modellflug keinen anderen Bereich, der so schnell in so kurzer Zeit gewachsen ist. Jörg Buma, Renndirektor von DR.ONE, hält die möglichen Geschwindigkeiten für überwältigend und sieht Parallelen zu Rennserien wie der Formel 1 oder der Deutschen Tourenwagen Masters. Da sich sowohl die Drohnentechnologie als auch das Training und das Können der Drohnenpiloten ständig weiterentwickeln, ist er zuversichtlich, dass die Nischensportart in einigen Jahren zum Massenphänomen wird.

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