Bauchhöhlenschwangerschaft

Vera
29.09.2020Lesezeit ca. 4 Minuten
Schwangere fasst sich am nackten Bauch

Nicht immer nistet sich die befruchtete Eizelle in die Gebärmutter. Woran ihr eine Bauchhöhlenschwangerschaft erkennen könnt und welche Ursachen es hierfür gibt, erfahrt ihr im Folgenden. Außerdem klären wir, wie die Bauchhöhlenschwangerschaft behandelt wird.


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    Was ist eine Bauchhöhlenschwangerschaft?

    Eine Bauchhöhlenschwangerschaft kommt nur bei etwa 1 % aller Schwangeren vor. Sie ist die seltenste Form der sogenannten Extrauteringraviditäten. Hierbei handelt es sich (wie bei einer Eileiterschwangerschaft) um Schwangerschaften außerhalb der Gebärmutter. Bei einer Bauchhöhlenschwangerschaft nistet sich die befruchtete Eizelle in der freien Bauchhöhle, und nicht in der Gebärmutter, ein.

    Häufig wird die Bauchhöhlenschwangerschaft auch als Oberbegriff für alle Schwangerschaften außerhalb der Gebärmutter genutzt. Dies ist aber falsch.

    Was ist die Ursache für eine Bauchhöhlenschwangerschaft?

    Die befruchtete Eizelle kann in die Bauchhöhle gelangen, wenn der Eileiter undicht ist oder die Gebärmutter eine andere Position eingenommen hat.

    Ursachen hierfür können Operationen an der Gebärmutter oder den Eileitern, Empfängnisverhütung mittels Spirale (Intrauterinpessar) oder eine künstliche Befruchtung sein. Aber auch Entzündungen der Eileiter oder Eierstöcke, sowie eine Endometriose können das Risiko einer Schwangerschaft außerhalb der Gebärmutter erhöhen.

    Welche Symptome zeigen sich bei einer Bauchhöhlenschwangerschaft?

    Die Bauchhöhlenschwangerschaft läuft zu Beginn in der Regel wie eine normale Schwangerschaft. Die Periode bleibt aus. Der Schwangerschaftstest ist positiv. Die Frauen spüren die gleichen Anzeichen (Übelkeit, Brustspannen, etc) wie bei einer normalen Schwangerschaft.

    Da im Bauchraum viel Platz ist stellen sich meist, im Gegensatz zur Eileiterschwangerschaft, keine Beschwerden ein. In den meisten Fällen stirbt der Fötus ab, bevor es zu Beschwerden kommen kann.

    Ultraschall bei Schwangeren

    Wie diagnostiziert man eine Bauchhöhlenschwangerschaft?

    Zu den routinemäßigen Vorsorgeuntersuchungen gehört anfangs eine Ultraschalluntersuchung, in der die Lage des Fötus in der Gebärmutter überprüft wird. Ist der Schwangerschaftstest positiv, aber kein Fötus in der Gebärmutter zu sehen, steht eine weitere Diagnostik an. In einer genaueren Ultraschalluntersuchung wird dann der Einnistungsort der Eizelle gesucht. In den meisten Fällen ist das der Eileiter. In sehr seltenen Fällen ist der Einnistungsort die freie Bauchhöhle.

    Ein weiterer Hinweis ist der Wert des Schwangerschaftshormons Beta HCG. Dieser ist bei Extrauteringraviditäten meist zu niedrig und der Anstieg nicht so hoch wie bei einer normalen Schwangerschaft.

    In seltenen Fällen kann zur Diagnostik auch eine Bauchspiegelung notwendig sein. Bei diesem Eingriff kann die befruchtete Eizelle auch gleichzeitig aus der Bauchhöhle entfernt werden.

    Wie wird eine Bauchhöhlenschwangerschaft behandelt?

    Eine Schwangerschaft außerhalb der Gebärmutter kann nicht ausgetragen werden. Bei einer Bauchhöhlenschwangerschaft stirbt der Fötus meist von selbst ab. Eine Operation ist dann nicht notwendig, da sich das Gewebe von alleine resorbiert. Ist dies nicht der Fall ist eine Behandlung zwingend notwendig. Es kann sonst zu starken Blutungen im Bauchraum kommen. Eine medikamentöse oder operative Behandlung ist dann nicht zu vermeiden.

    Wir wünschen euch alles Gute!

    Eure Hebamme Vera