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Wanfrieder Schlagd

Wanfrieder Schlagd

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Frank Mühlberg


Premium (World), Frankfurt am Main

Wanfrieder Schlagd

Das Wort „Schlagd“, das durch seine Schreibweise auffällt, findet sich häufiger als Bezeichnung von Plätzen oder anderen Orten, doch stets in Verbindung mit dem Wasser. Eine Schlagd ist ein Damm zur Uferbefestigung, dessen Wasserseite durch in den Schlick geschlagene Pfähle gesichert wurde. Die Pfähle wurden mit Hilfe einer Ramme oder eines Schlägels „eingeschlagen“.


Im Jahr 1616 wird die Stadt Wanfried im „Verzeichnis der fürnembsten Städte Europas“ als bedeutender Handelsplatz genannt. Als Ausgangspunkt der Werraschifffahrt, deren Flusssystem durch Schleusen in Eschwege und Allendorf gesichert worden war, erwuchs der Ort zu einem Handelszentrum, in dem Waren aller Art umgeschlagen wurden. Nachdem die gelöschten Güter das Zollamt „Auf der Schlagd“ passiert hatten, wurden sie in die Lagerhäuser der Stadt verfrachtet, um kurz darauf auf dem Landweg weiter transportiert zu werden. Die Fuhrleute brachten die zumeist aus den Küstenstädten kommende Ware vor allem nach Thüringen und Bayern; wichtige Anlaufstellen waren die dortigen Handelszentren Leipzig und Nürnberg.

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