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Die wichtigsten Fakten zur Tour de France Femmes 2023

Mit dem Ende der dreiwöchigen Frankreich-Rundfahrt beginnt am Sonntag die zweite Auflage der Tour de France Femmes. Das sind die wichtigsten Fakten zur achttägigen Rundfahrt der Frauen.

Agentur
sda
23.07.23 - 04:30 Uhr
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Die Strecke

Ein Jahr nach der Neulancierung der Tour de France der Frauen erfolgt der Start nicht wieder in Paris, sondern in Clermont-Ferrand, etwa 170 km westlich von Lyon. Von dort aus führt die Route in den Süden des Landes in Richtung Pyrenäen. Die Rundfahrt endet eine Woche später in Pau. Das Programm beinhaltet vier flache und zwei hügelige Teilstücke, eine Bergetappe sowie zum Abschluss ein Zeitfahren.

Die Königsetappe

Das Herzstück der Rundfahrt bildet am vorletzten Tag die Königsetappe mit der geschichtsträchtigen Bergankunft auf dem Col du Tourmalet. Kein anderer Gebirgspass wurde häufiger im Rahmen der Tour de France der Männer überquert als der mythische Berg in den Pyrenäen. Das Teilstück ist zwar nur 90 km lang, beinhaltet mit dem Col d'Aspin aber noch einen zweiten harten, bekannten Anstieg. Aller Voraussicht nach wird der Ausgang dieser Etappe auch über die Gesamtwertung entscheiden, denn beim 17 km langen und schwierigen Anstieg zum Tourmalet können starke Kletterinnen mehrere Minuten auf die Konkurrenz herausholen.

Die Schweizerinnen

Im Gegensatz zur Premiere im letzten Jahr steht heuer ein Zeitfahren im Programm, was Spezialistinnen wie die Bernerin Marlen Reusser freut. Die Olympia-Zweite von Tokio wird in der 22 km langen Prüfung gegen die Uhr am letzten Tag zu den Siegesanwärterinnen zählen. Zuvor wird sich die Gewinnerin der diesjährigen Tour de Suisse im Team SD Worx in den Dienst ihrer Leaderin Demi Vollering stellen. Ausflüge wie jener vor einem Jahr sind aber nicht ausgeschlossen. Damals gewann Reusser nach einem Solo über 20 km in Bar-Sur-Aube die 4. Etappe. Zwei Tage später musste sie nach einem Sturz die Rundfahrt aufgeben.

Mit Elena Hartmann aus dem Schweizer World-Tour-Team Israel-Premier Tech Roland und Elise Chabbey stehen zwei weitere Schweizerinnen auf der provisorischen Startliste. Letztere hat in grossen Rundfahrten schon mehrmals bewiesen, dass sie imstande ist, über mehrere Tage mit den Besten mitzuhalten. Im letzten Jahr belegte die 30-jährige Genfer Allrounderin den 11. Gesamtrang. Insgesamt stehen 154 Fahrerinnen aus 22 Teams am Start.

Die Favoritinnen

Wenn es um die Top-Favoritin auf den Gesamtsieg geht, fällt stets der Name von Annemiek van Vleuten. Die Niederländerin gewann die letztjährige Ausgabe auf solch eine dominante Art und Weise, dass eigentlich niemand an einer Wiederholung dieses Triumphs zweifelt. An Motivation wird es der 40-Jährigen, die im Radsport schon alles gewonnen hat, nicht fehlen. Denn die diesjährige Tour de France wird ihre letzte der Karriere sein; Ende Jahr tritt sie zurück. Mit ihrem überlegenen Sieg beim Giro d’Italia Donne zu Beginn dieses Monats hat Van Vleuten bewiesen, dass ihre Form stimmt.

Mit Van Vleutens Landsfrau Demi Vollering gibt es aber eine ernstzunehmende Konkurrentin. Die Teamkollegin von Marlen Reusser und Vorjahreszweite hat bisher eine herausragende Saison hinter sich. Auch Fahrerinnen wie die Vorjahresdritte Kasia Niewiadoma aus Polen oder die Italienerin Elisa Longo Borghini wird im Kampf um das Maillot jaune einiges zugetraut.

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