Auto

Versprechen für ein Dauergrinsen Opel Corsa macht das Sportabzeichen GSi

Mit dem GSi läutet Opel den Abschied vom Corsa E ein der seit 2014 gebaut wird.

Mit dem GSi läutet Opel den Abschied vom Corsa E ein der seit 2014 gebaut wird.

Das Ende des Opel Corsa, so wie wir ihn kennen, ist nah. Schon im kommenden Jahr dürfte der quirlige Rüsselsheimer auf einer französischen PSA-Plattform stehen. Doch bevor es soweit ist, gibt's erst noch ein Sportabzeichen.

Der Opel Corsa GSi ist nicht nur ein aufgemotztes Serienmodell.

Der Opel Corsa GSi ist nicht nur ein aufgemotztes Serienmodell.

Bye-Bye Opel Corsa: Der aktuelle, noch unter der Ägide von GM entwickelte Kleinwagen macht zum Ende seiner Produktion, bevor er nächstes Jahr ganz neu auf einer PSA-Plattform debütiert, noch das Sportabzeichen GSi. Mindestens 20.000 Euro müssen Interessierte für den kleinen, ab Ende Oktober erhältlichen Sportler mit 150 PS anlegen. Das sind rund 5000 Euro weniger als für den 207 PS starken OPC fällig wurden. Der ist aber aufgrund der seit 01. September geltenden, verschärften Emissions-Vorschriften Teil der Firmengeschichte. Der Corsa GSi soll also noch einmal Aufmerksamkeit auf den Kleinwagen mit dem Blitz lenken und die Tradition aufrechterhalten, dass bislang in jeder Corsa-Generation, angefangen mit dem Corsa A von 1988, ein GSi-Modell für Fahrspaß sorgte.

Die sportliche Variante des noch aktuellen Corsa E tritt mit dem bekannten, 150 PS starken 1,4-Liter-Turbo an, der auch im "normalen" Corsa zum Einsatz kommt. Ähnlich wie beim Insignia GSi nutzt Opel einen vorhandenen Serienmotor und verzichtet - auch aus Kostengründen – auf die Nutzung eines stärkeren Aggregats. Fans von leistungsstarken Kleinwagen wie VW Polo GTI, Ford Fiesta ST, Renault Clio RS oder vom Corsa OPC werden vielleicht verächtlich die Nase rümpfen. Doch Volker Strycek, Chef der OPC-Abteilung, ist sich sicher: "Leistung ist nicht alles."

Mit 150 PS ist der Opel Corsa GSi kein Leistungswunder.

Mit 150 PS ist der Opel Corsa GSi kein Leistungswunder.

"Das Fahrwerk macht den Unterschied", so Styreck und verspricht jede Menge kurvenräuberischen Fahrspaß. Strycek und sein Team haben dem kleinen Sportler Fahrwerk sowie Vorder- und Hinterachse aus dem OPC-Angebot implantiert. Die Abstimmung erfolgte auf der Nordschleife des Nürburgrings. Mit dem Sportfahrwerk liegt der kleine GSi nicht nur einen Zentimeter tiefer, er verfügt auch über spezielle mechanische Dämpfer, die sich je nach Belastung elektronisch weicher oder härter stellen.

Souveräne Gelassenheit

Soweit die Theorie: Bevor es auf die kurvenreiche Teststrecke geht, verspricht Strycek noch ein Schmankerl, das es quasi serienmäßig und gratis zum Auto gibt: ein Dauergrinsen im Gesicht. Tatsächlich: Die Mundwinkel fangen bereits beim Betrachten der sportiven Dreitürers an, sich zu heben. Die großen Lufteinlässe in der Frontschürze, Wabengrill, Seitenschweller, Außenspiegelgehäuse in Carbon-Optik, ein verchromtes Auspuffendrohr sowie ein markanter Dachkantenheckspoiler in Wagenfarbe machen was her ohne zu verschrecken.

Auffällig sind ebenfalls die rot lackierten Bremssättel und die 18-Zöller (Aufpreis: 750 Euro). Auch die Aluminium-Sportpedale und Recaro-Ledersportsitze (Aufpreis: 2060 Euro) lassen die Mundwinkel weiter nach oben zucken. Allerdings sollte man im Vorfeld die für durchtrainierte Fahrer optimierten Sitze testen, ob sie zur eigenen Figur passen oder ob man vielleicht selbst zunächst trainieren und ein Sportabzeichen machen muss.

Die Sitze von Recaro im Opel Corsa GSi sind aufpreispflichtig.

Die Sitze von Recaro im Opel Corsa GSi sind aufpreispflichtig.

Zum Dauergrinsen erstarrt die Mundmuskulatur als es von der limitierten französischen Autobahn auf eine kurvenreiche Strecke rauf in die Vogesen geht. Hier kann der kleine Krawallo zeigen, dass er mehr kann, als in 8,9 Sekunden auf 100 km/h zu beschleunigen. Das mögliche Spitzentempo von 207 ist ohnehin eher ein Thema für deutsche Autobahnen. Kurven und Serpentinen lassen sich mühelos durcheilen und der Corsa GSi bleibt auch in engen Kurven in der Spur, Nachjustieren ist nicht erforderlich. Das Fahrwerk samt Lenkung vermittelt dabei souveräne Gelassenheit, nichts wirkt angestrengt. Und das obwohl man mehr als zügig unterwegs ist. Dass man "nur" 150 PS an Bord hat, ist längst kein Thema mehr.

Etwas Extrageld sollte übrig sein

Mittels der knackigen Sechsgangschaltung hält man den Drehmomentverlauf im Bereich zwischen 3000 und 4500 Umdrehungen, um die maximalen 220 Newtonmeter auszunutzen. Der Motor dreht bei Bedarf auch höher, erst bei 6500 Umdrehungen warnt das Bordsystem vor dem nahenden Begrenzer. Als Verbrauchsnormwerte gibt Opel für das Euro 6d-TEMP eingestufte Triebwerk 6,1 bis 6,4 Liter an. Bei Dauergrinsen im Gesicht sind die Werte natürlich nicht zu erfahren. Hier ist mindestens eine Neun vor dem Komma realistisch. Bei ruhigen Autobahn- oder Schnellstraßenfahrten zeigte die Uhr Werte um 7,8 Liter an.

Ein bisschen Extrageld sollte man nicht nur fürs Tanken übrighaben: Das Assistenten-Paket unter anderem mit der Verkehrszeichenerkennung – wichtig für die Geschwindigkeitseinhaltung und für die Erhaltung der Fahrerlaubnis – kostet 700 Euro Aufpreis. Nochmal rund 3300 Euro werden für Klimaautomatik, Sitzheizung, Lenkradheizung, Recaro-Leder-Sportsitze, Bi-Xenon-Scheinwerfer sowie für das Infotainmentsystem mit dem sieben Zoll großen Display und Android- und Apple Carplay-Anbindung fällig. Dann bewegt man sich allerdings preislich in der PS-stärkeren "GTI-Liga", die von VW Polo GTI, Renault Clio RS oder Ford Fiesta ST am Leben gehalten wird.

Quelle: ntv.de, hpr/sp-x

Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen